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  • Mercedes-AMG präsentiert sein erstes rein elektrisches GT-Modell – ein atemberaubendes viertüriges Coupé mit fast 1200 PS!

    Mercedes-AMG präsentiert sein erstes rein elektrisches GT-Modell – ein atemberaubendes viertüriges Coupé mit fast 1200 PS!

    Mercedes-Benz und seine Sportabteilung AMG treten offiziell in das Zeitalter der Elektromobilität ein und präsentieren einen atemberaubenden Luxus-Sportwagen: den AMG GT Coupé. Der deutsche Tuning-Spezialist hat eine innovative Architektur, eine Hochleistungsbatterie auf Basis von Formel-1-Technologie sowie einen Dreimotor-Antrieb entwickelt, wodurch dieser reinrassige Sportwagen eine maximale Leistung von bis zu 1.169 PS (860 kW) entfalten kann. Als neuer Maßstab in diesem Segment überzeugt er mit atemberaubender Leistung und beschleunigt in nur 2,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h!

    Ein Meisterwerk der Technik

    Seit langem wurde erwartet, dass Mercedes eine Elektroversion seines von der AMG-Abteilung entwickelten Supersportwagens auf den Markt bringt. Der gerade in Los Angeles vorgestellte viertürige GT-Coupé hinterlässt einen beeindruckenden Eindruck. Als Weiterentwicklung des im letzten Jahr vorgestellten Technologiekonzepts CONCEPT AMG GT XX dürfte dieses Serienmodell zum Maßstab im Segment der Hochleistungs-Elektrofahrzeuge werden. Die Innovationen sind zahlreich: An erster Stelle steht die speziell für Affalterbach entwickelte AMG.EA-Architektur, die über einen Allradantrieb mit drei „Axialfluss“-Motoren (zwei an der Hinterachse, einer an der Vorderachse) verfügt und mit einem Hochleistungsakku kombiniert ist. Dieser Akku mit einer Nennspannung von 800 V greift auf Teile der Technologie aus Formel-1-Akku-Systemen zurück und nutzt zylindrische Zellen mit einem Direktkühlsystem(erreicht durch eine kontinuierlich zwischen den Zellen zirkulierende Kühlflüssigkeit). Dieses einzigartige Batteriedesign ermöglicht eine effizientere Energieaufnahme und eine überdurchschnittlich hohe Leistungsdichte. Der Vorteil: Es liefert schnelle, konstante und wiederholbare Spitzenleistungen. Mercedes verspricht damit auch bei marathonartigen Langstreckenfahrten eine kraftvolle Beschleunigung – ein Bereich, in dem Elektrofahrzeuge im Vergleich zu Verbrennungsmotoren bisher oft Schwächen zeigten.

    Leistung, die mit der von Supersportwagen der Spitzenklasse vergleichbar ist

    Dieser aus drei Motoren bestehende Antriebsstrang ist nicht nur kompakter, sondern liefert auch eine Leistung von bis zu 860 kW, was 1169 PS entspricht, sowie ein beeindruckendes Drehmoment von 2000 Nm. In der sportlichsten Konfiguration beschleunigt der AMG GT Coupé in 2,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und in 6,4 Sekunden von 0 auf 200 km/h.Mit dem optionalen „AMG Driver’s Package“ erreicht er eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Der vom elektrischen Antriebssystem bereitgestellte „Boost“-Effekt hält länger als eine Minute an. Neben diesen Leistungsdaten, die denen von Top-Supersportwagen in nichts nachstehen, erzielt das Fahrzeug auch in puncto Reichweite vielversprechende Ergebnisse – ein weiterer Kernvorteil von AMG im Bereich der Elektromobilität.Die Entwicklung des Prototyps „Concept AMG XX“ hat dies kürzlich unter Beweis gestellt. Auf der Teststrecke in Nardo, Italien, absolvierte das Fahrzeug eine „Weltreise“ mit extrem hoher Geschwindigkeit: In 7 Tagen und 13 Stunden legte es über 40.000 Kilometer zurück (ohne Unterbrechung, abgesehen von Ladevorgängen). Diese Leistung bestätigte nicht nur die Machbarkeit des technischen Konzepts, sondern brach zudem 25 Langstreckenrekorde für Elektrofahrzeuge. Jörg Burzer, Technischer Direktor bei Mercedes-AMG, kommentierte dies wie folgt: „Mit dem AMG GT Coupé heben wir Leistung und Reichweite auf ein völlig neues Niveau und verschieben die Grenzen der Elektromobilität immer weiter.“ 

    Ladegeschwindigkeit und Fahrerlebnis

    Auch Mercedes-AMG hat es sich zum Ziel gesetzt, die Verweildauer an der Ladestation zu verkürzen. Dank einer Ladeleistung von 600 kW (optional mit dem AMG Performance-Ladegerät) lassen sich in nur 10 Minuten 460 Kilometer Reichweite wiederherstellen. Ein regulärer Ladezyklus von 10 % auf 80 % dauert nur 11 Minuten. Die Verweildauer an der Ladestation so kurz wie möglich zu halten, ist in der Tat eine weitere große Herausforderung für dieses elektrische GT-Modell. Bemerkenswert ist die Nettokapazität der Batterie von 106 kWh.

    Was das Fahrerlebnis angeht, hat Mercedes das AMG Race Engineer-System entwickelt. Dabei handelt es sich um eine vernetzte Software, die speziell für Fahrer konzipiert wurde, die das dynamische Potenzial des Fahrzeugs entsprechend ihrem eigenen Fahrstil voll ausschöpfen möchten. Ob Gasannahme, Traktion oder Kurvenverhalten – über drei Drehregler in der Mittelkonsole lässt sich die Reaktionsstärke in neun Stufen einstellen. In Verbindung mit diesen Parametern sorgt das AMG Active Ride Control-Fahrwerk für eine optimale Gewichtsverteilung, bietet eine semiaktive Wankstabilisierung und sorgt für ein Fahrverhalten, das die Balance zwischen der für einen Sportwagen typischen Steifigkeit und dem Komfort eines Langstreckenfahrzeugs hält. Gemeinsam verbessern diese elektronischen Systeme die Agilität dieses schweren (Leergewicht 2.460 kg) und langgestreckten Fahrzeugs (Gesamtlänge 5,09 m, Radstand über 3 m) und tragen zu einer verbesserten Fahrdynamik bei, insbesondere auf der Rennstrecke.

    Sportlicher Stil und stromlinienförmiges Design 

    Optisch besticht der AMG GT Coupé mit einem kraftvollen und sportlichen Design: Dank seiner straffen Linienführung und eines aktiven Aerodynamiksystems, das auf maximalen Anpressdruck ausgelegt ist, erreicht er einen Luftwiderstandsbeiwert von nur 0,22. Diese hervorragende Aerodynamik trägt zu einem geringen Energieverbrauch von etwa 21 kWh/100 km bei. 

    Im Innenraum herrscht eine Atmosphäre, die Hightech und Sportlichkeit vereint (mit hinterleuchteten Lüftungsdüsen und Karbonverkleidungen).Das ergonomische Design ist ganz auf den Fahrer ausgerichtet: Er sitzt extrem tief und blickt auf ein multifunktionales Flachlenkrad mit Touch-Tasten und Drehreglern, über das er den Fahrmodus wählen kann, ohne den Blick von der Straße abzuwenden. Drei Bildschirme, die sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts erstrecken, sind auf Fahrer und Beifahrer ausgerichtet und unterstreichen die hochmoderne Technologie dieses Modells, das Extremsport und ultimativen Luxus vereint.

    Der AMG GT Electric ist in zwei Ausführungen erhältlich

    Besonders erwähnenswert ist, dass das System über die Lautsprecher programmierte V8-Motorgeräusche wiedergibt. Dieser immersive Sound umfasst auch die Kraftunterbrechung bei jedem simulierten Gangwechsel und soll ein realistisches Fahrerlebnis bieten, das den Ansprüchen von V8-Liebhabern gerecht wird. Wie gut das funktioniert, darüber lassen sich die Meinungen scheiden.

    Mercedes hat zwei AMG GT-Viertürer vorgestellt. Das sportlichere AMG 63-Modell bietet eine Dauerleistung von 721 PS und eine Reichweite von knapp unter 600 Kilometern. Das GT 55-Modell verfügt hingegen über eine Dauerleistung von 510 PS und eine größere Reichweite (bis zu 700 Kilometer). Beide Modelle sind mit dem permanenten Allradantrieb 4Matic+ ausgestattet.

    Auf dem Weg in eine neue Ära 

    Obwohl der Preis für diesen AMG-GT-Viertürer noch nicht bekannt gegeben wurde, wird seine Markteinführung in den nächsten Tagen erwartet. Dieses neue Modell, das sich selbst als „ikonisch“ bezeichnet, ist die Antwort von Mercedes-Benz auf Porsche, Tesla, Xiaomi oder Yangwang (BYD) und überzeugt auf dem Papier durchaus. Diese Hersteller verfolgen jeweils unterschiedliche Visionen für leistungsstarke Elektroautos. Ihnen allen ist jedoch gemeinsam, dass sie beweisen wollen: Mit innovativer Technologie und revolutionärem Design kann der Elektroantrieb ein noch nie dagewesenes, ultimatives Fahrerlebnis bieten und eine neue Ära einläuten – vorausgesetzt, die Kunden sind davon überzeugt…

  • Stellantis bereitet eine neue Generation preisgünstiger Elektro-Kleinwagen für Europa vor

    Stellantis bereitet eine neue Generation preisgünstiger Elektro-Kleinwagen für Europa vor

    Stellantis hat den Start des Projekts „E-Car“ angekündigt, eines Programms zur Entwicklung einer neuen Generation von in Europa produzierten Elektro-Kleinwagen. Diese künftigen Modelle, die ab 2028 auf den Markt kommen sollen, sollen es dem Konzern ermöglichen, in ein Segment zurückzukehren, das in den letzten Jahren zunehmend vernachlässigt wurde: das der erschwinglichen Stadtautos.

    Quelle: Simon Wohlfahrt / AFP

    Ein Projekt statt eines einheitlichen Modells

    Seit einigen Jahren haben sich die europäischen Hersteller zunehmend von den preisgünstigsten Modellen abgewandt und setzen stattdessen auf größere und rentablere Fahrzeuge. Die Folge: Das Angebot an erschwinglichen Kleinwagen hat sich in Europa stark verringert.

    Mit seinem Projekt „E-Car“ kündigt Stellantis an, auf dieses traditionelle Terrain zurückkehren zu wollen. Doch anders als der Name vermuten lässt, handelt es sich nicht um ein einzelnes Modell. Der Konzern beschreibt „E-Car“ vielmehr als eine neue Familie kompakter und erschwinglicher Elektrofahrzeuge, die von mehreren Marken seines Portfolios angeboten werden soll.

    In seiner Pressemitteilung beschreibt der Hersteller diese zukünftigen Fahrzeuge als „elektrische, kompakte, innovative und erschwingliche“ Modelle, die im Sinne einer „Mobilität für alle“ entwickelt wurden.

    Quelle: Stellantis

    Der Konzern möchte insbesondere auf eine Marktentwicklung reagieren: Erschwingliche Kleinwagen sind in Europa zunehmend seltener geworden, wodurch eine Lücke zwischen Stadtfahrzeugen und vielseitigeren, aber auch teureren Modellen entstanden ist.

    Eine Rückkehr zu den historischen Wurzeln von Stellantis

    Die Ankündigung bedeutet für mehrere Marken des Konzerns auch eine Art Rückkehr zu den Wurzeln. Jahrzehntelang haben Fiat, Citroën und Opel einen Teil ihrer Identität auf einfache, kompakte und für die breite Masse konzipierte Fahrzeuge aufgebaut. Zu nennen sind hier insbesondere der Fiat Panda oder der Fiat 500 bei Fiat, der Citroën 2CV oder der Citroën AX bei Citroën sowie der Opel Corsa bei Opel. Autos, die lange Zeit auf einem recht ähnlichen Konzept beruhten: kompakte Abmessungen und kontrollierte Kosten. Doch in den letzten Jahren haben die Hersteller nach und nach größere und rentablere Modelle bevorzugt.

    Quelle: Stellantis

    Antonio Filosa, Geschäftsführer von Stellantis, weist in der Pressemitteilung genau auf diesen Aspekt hin: „Die Kunden wünschen sich die Rückkehr kleiner, eleganter Fahrzeuge, die mit Stolz in Europa hergestellt werden und sowohl erschwinglich als auch umweltfreundlich sind.“

    Das Projekt E-Car scheint also darauf abzuzielen, an diese Philosophie anzuknüpfen, allerdings angepasst an die heutigen Anforderungen der Elektromobilität.

    Quelle: Citroenvie

    Mehrere Marken könnten davon betroffen sein

    Stellantis bestätigt in seiner Pressemitteilung, dass mehrere Marken an dem Projekt teilnehmen werden, ohne jedoch zu präzisieren, um welche es sich handelt. Es kursieren bereits verschiedene Vermutungen darüber, welche Marken diese künftige Architektur am ehesten nutzen werden.

    Bei Fiat spekulieren einige über eine mögliche Nachfolgemodell für den Fiat Panda oder den aktuellen Pandina. Bei Citroën könnten diese zukünftigen Modelle möglicherweise die Lücke zwischen dem Citroën Ami und dem Citroën ë-C3 schließen. Auch Opel könnte davon betroffen sein.

    Quelle: Stellantis

    Die Produktion soll ab 2028 in Italien anlaufen

    Auch wenn über diese künftigen „Low-Cost“-Fahrzeuge noch nicht viel bekannt ist, steht fest, dass die ersten Fahrzeuge aus dem E-Car-Projekt ab 2028 im Werk in Pomigliano d’Arco in Italien produziert werden.

    Eine Entscheidung, die angesichts der Erfolgsgeschichte dieses Werks durchaus sinnvoll erscheint. Denn es verfügt über langjährige Erfahrung in der Fertigung beliebter und massentauglicher Modelle. Dort wurden unter anderem einige Generationen des Fiat Panda produziert.

    Stellantis erklärt, dass man dieses industrielle Know-how nutzen wolle, um potenziell große Produktionsmengen bewältigen zu können.

    Quelle: Stellantis

    Eine Antwort auf die neuen Gleichgewichte auf dem europäischen Markt

    Das E-Car-Projekt startet zu einem Zeitpunkt, an dem mehrere Hersteller nach und nach wieder in das Segment der Kleinwagen mit Elektroantrieb zurückkehren.

    Tatsächlich ist es bei Renault der Renault Twingo E-Tech, der dieses Segment besetzt, während vom deutschen Nachbarn Volkswagen bekannt wurde, dass ein erschwinglicherer Elektro-Kleinwagen auf den Markt kommen soll.

    Gleichzeitig setzen die chinesischen Hersteller ihren Vormarsch mit Elektrofahrzeugen fort, die zu aggressiven Preisen angeboten werden. Zu nennen sind hier insbesondere der BYD Dolphin oder der BYD Seagull von BYD, der MG4 Electric von MG sowie der Leapmotor T03, der in Europa über Stellantis vertrieben wird.

    Für Stellantis könnten diese künftigen Elektroautos somit auch eine industrielle und kommerzielle Antwort auf diese neue Konkurrenz darstellen.

    Quelle: Stellantis

    Der Preis ist noch nicht bekannt, aber die Richtung scheint klar zu sein

    Derzeit gibt Stellantis keine Informationen zur Reichweite, zur Batteriekapazität oder zur Leistung bekannt. Der Hersteller verspricht lediglich „modernste Elektrotechnologien“, die gemeinsam mit verschiedenen Partnern entwickelt wurden, um die Markteinführung zu beschleunigen.

    Auch ein Preis wurde noch nicht offiziell bekannt gegeben. Mehrere Analysen gehen jedoch von einem Preis aus, der sich der 15.000-Euro-Marke annähern könnte – eine Schwelle, die auf dem europäischen Markt für Kleinwagen mit Elektroantrieb zu einer besonders strategischen Grenze geworden ist.

    Derzeit markiert die Ankündigung vor allem den Start eines Industrieprojekts. Die zukünftigen Modelle müssen sich erst noch zeigen.

  • BMW bringt ALPINA mit einem spektakulären 5,20 Meter langen Luxus-Coupé zurück

    BMW bringt ALPINA mit einem spektakulären 5,20 Meter langen Luxus-Coupé zurück

    Vier Jahre nach der Übernahme von ALPINA präsentiert BMW endlich seine konkrete Vision für die Zukunft der Marke. Die auf dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2026 vorgestellte BMW ALPINA Vision ist mehr als nur ein Concept Car: Sie skizziert die neue Identität einer Marke, die sich zwischen BMW und Rolls-Royce positionieren soll und deren DNA eine selbstbewusste Kombination aus Leistung, Komfort und dezentem Luxus ausmacht.

    Quelle: BMW

    Der BMW ALPINA Vision scheint einen anderen Weg einschlagen zu wollen.

    BMW hat wahrscheinlich gerade eine Frage beantwortet, die sich viele Fans seit Jahren gestellt haben: Wie wird der ALPINA der Zukunft tatsächlich aussehen?

    Seit der Ankündigung der Übernahme des deutschen Herstellers durch BMW im Jahr 2022 und seiner offiziellen Integration in den Konzern im Jahr 2026 gab es zahlreiche Spekulationen über die Zukunft der Marke. Einige befürchteten eine schrittweise Verwässerung ihrer Identität, während andere sich bereits eine reine Luxusvariante der bestehenden BMW-Modelle vorstellten.

    Seit dem 18. Mai 2026, beim Concours d’Élégance in Villa d’Este, wissen wir mehr. Ein Konzeptfahrzeug wurde vorgestellt, das die Form eines imposanten, 5,20 Meter langen Coupés annimmt. Eine Silhouette, die in gewisser Weise an die 8er-Reihe erinnert, die auslaufen wird, ohne dass bislang ein echter Nachfolger angekündigt wurde. 

    Quelle: BMW

    Mehr als nur ein BMW der Oberklasse – ein neues Gemeinschaftsprojekt von BMW und Rolls-Royce

    Das Ziel ist nun viel klarer als zuvor: BMW will ALPINA zu einer Marke machen, die sich zwischen seinen traditionellen Premium-Modellen und Rolls-Royce positioniert.

    Oliver Viellechner, Leiter von BMW ALPINA, erklärte: „BMW ALPINA nimmt in unserem Portfolio eine einzigartige Position zwischen BMW und Rolls-Royce ein, während wir gleichzeitig ein wachsendes Potenzial im Segment der Oberklasse beobachten.“

    Quelle: LinkedIn

    Die Positionierung ist besonders interessant. Einerseits verfügt BMW bereits über Modelle der obersten Klasse wie die 7er-Reihe oder den X7. Andererseits positioniert sich Rolls-Royce weiterhin im Ultra-Luxussegment, in dem das Fahrerlebnis weitaus mehr im Vordergrund steht als das Fahrerlebnis.

    ALPINA wird künftig diese Nische besetzen: exklusiver als ein klassischer BMW, aber stärker auf Fahrspaß ausgerichtet als ein Rolls-Royce. Damit nähert sich die Strategie des deutschen Konzerns indirekt auch der von Mercedes mit Maybach an.

    Ein Design, das mehrere historische Stilmerkmale der Marke wieder aufleben lässt

    Optisch hat BMW nicht auf einen völligen Bruch gesetzt, im Gegenteil: Die Vision BMW ALPINA ist voller historischer Anspielungen.

    Die lange Motorhaube, das stark gestreckte Dach, die niedrigen Proportionen und die berühmte „Shark Nose“ erinnern sofort an bestimmte BMW-Modelle der 1970er Jahre, insbesondere an die alten 6er der Baureihe E24.

    Quelle: carjager

    Auch die berühmten ALPINA-Felgen mit zwanzig Speichen feiern ihr Comeback, ebenso wie die seit den 1970er-Jahren bei den Modellen der Marke üblichen seitlichen Zierstreifen.

    Aber Vorsicht, wir befinden uns im Jahr 2026, daher ist der Ansatz deutlich moderner. Die Zierlinien sind nun direkt unter dem Lack integriert, die Außenflächen spielen mit raffinierten Kontrasten zwischen dunklen Metallic-Oberflächen und helleren Farbtönen, die wahrscheinlich von Details historischer Modelle wie dem BMW 507 inspiriert sind, und die Lichtakzente sind extrem schmal.

    Quelle: BMW

    Maximilian Missoni, Designleiter bei BMW ALPINA, erläutert diese Philosophie: „Jedes Detail zeugt von einem echten Streben nach Substanz, sei es in Bezug auf die Technik, die Materialien oder die Geschichte, die das Fahrzeug erzählt.“ Es geht also nicht darum, mit auffälligen Elementen zu übertreiben, sondern vielmehr darum, einen zurückhaltenderen Luxus zu bieten.

    Quelle: BMW

    Ein Innenraum, der eher auf Grand-Tourisme als auf technologische Vorzeigeobjekte ausgerichtet ist

    Diese Logik setzt sich auch im Innenraum fort, der ganz auf Komfort und Langstreckentauglichkeit ausgelegt ist. Die Innenarchitektur basiert auf klar definierten Volumen mit einer deutlichen Trennung der verschiedenen Bereiche, anstatt auf einem vollständig digitalisierten oder vereinheitlichten Gesamtkonzept. Hier kommt die neue BMW Panoramic iDrive-Schnittstelle aus der Neue Klasse zum Einsatz, die eine Projektionsanzeige am unteren Rand der Windschutzscheibe mit einem zentralen Display kombiniert, das sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts erstreckt und so für visuelle Kontinuität sorgt.

    Quelle: BMW

    Der großzügige Radstand des Coupés von 5,20 m ermöglicht eine echte Viersitzer-Konfiguration, wobei die Rücksitze speziell für längere Fahrten und nicht nur für den gelegentlichen Gebrauch konzipiert sind. Die Vordersitze, die den Fahrer besser umschließen, folgen derselben Logik einer niedrigen und gestreckten Sitzposition, die sich harmonisch in die allgemeine Silhouette des Fahrzeugs einfügt. Bei den Materialien wird derselbe Ansatz verfolgt: Es kommt Vollnarbenleder von Lieferanten aus dem Alpenraum zum Einsatz, sowie Metallteile, deren Oberflächenbehandlung von der Uhrmacherkunst inspiriert ist und satinierte mit polierten Oberflächen kombiniert.

    Quelle: BMW

    Einige Elemente runden dieses Gesamtbild auf ganz besondere Weise ab, wie beispielsweise die Integration einer Glaswasserflasche mit automatisch ausfahrbaren BMW ALPINA-Kristallgläsern im hinteren Bereich der Mittelkonsole. Eine Ausstattung, die sich nahtlos in die gestalterischen Entscheidungen des Konzepts einfügt, bei denen funktionale Elemente mit besonderer Sorgfalt verarbeitet wurden. Die Pressemitteilung verbindet diese Elemente mit einer historischen Philosophie der Marke, die von Burkard Bovensiepen geprägt wurde und besagt, dass der Komfort an Bord in direktem Zusammenhang mit der Konzentrationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit des Fahrers steht.

    Quelle: BMW

    Ein V8 unter der Motorhaube, aber offene Perspektiven für die Elektrifizierung

    Unter seiner riesigen Motorhaube lässt der BMW ALPINA Vision vorerst auf einen V8 schließen, der als Referenzmotor für dieses Konzept vorgestellt wird. BMW hält sich jedoch bewusst bedeckt: Es wurden keine offiziellen Angaben zu Leistung oder Fahrdaten bekannt gegeben. 

    Und genau hier kommt dieses Konzept voll zur Geltung, denn es handelt sich in erster Linie um eine Designstudie, die für ALPINA innerhalb der BMW Group ein neues Kapitel aufschlägt. 

    Quelle: BMW

    Vor diesem Hintergrund ist es schwer vorstellbar, dass ein zukünftiges Modell in dieser Positionierung ohne eine Form der Hybridisierung oder gar einen Umstieg auf Elektroantrieb auskommen könnte. BMW verfügt bereits über fundierte Erfahrung mit diesen Antriebskonzepten, mit Hybridmodellen wie dem M760e oder dem M5 Plug-in-Hybrid, aber auch mit rein elektrischen Premiummodellen wie dem i7 und dem iX, die die Fähigkeit der Marke unter Beweis stellen, Leistung, Komfort und Elektrifizierung zu vereinen. 

    All dies lässt vermuten, dass eine Serienversion sehr gut in diese Entwicklung passen könnte, ohne dabei die für ALPINA typische Grand-Tourisme-DNA aus den Augen zu verlieren.

    Quelle: BMW

    Ein Konzeptfahrzeug, das bereits einen Vorgeschmack auf die Zukunft gibt

    Wie so oft bei BMW ist ein „Vision“-Konzept in der Regel mehr als nur eine Designstudie. Diese Studien dienen oft als sehr realistische Vorwegnahme künftiger Serienmodelle. Der Hersteller hat bereits bestätigt, dass ein erstes BMW ALPINA-Modell, das aus dieser neuen Strategie hervorgeht, bereits 2027 auf Basis der künftigen 7er-Reihe auf den Markt kommen wird.

  • Ford bereitet sich mit einer neuen, vom Rallyesport inspirierten Modellreihe auf sein großes Comeback auf dem europäischen Markt vor

    Ford bereitet sich mit einer neuen, vom Rallyesport inspirierten Modellreihe auf sein großes Comeback auf dem europäischen Markt vor

    Ford geht auf dem europäischen Markt wieder in die Offensive. Nach mehreren Jahren der Zurückhaltung und Umstrukturierung hat der amerikanische Hersteller eine umfassende Neuausrichtung seiner Strategie angekündigt, deren Kern eine neue Modellgeneration bildet, die speziell für europäische Autofahrer entwickelt wurde. Auf dem Programm stehen: Rallye-DNA, schrittweise Elektrifizierung und Produktion „Made in the EU“.

    Ein europäisches Sortiment, geprägt von sportlicher Tradition

    Seit über fünfzig Jahren hat sich die europäische Sparte von Ford einen hervorragenden Ruf im Motorsport erarbeitet, insbesondere im Rallyesport mit dem legendären Escort RS 1800 – Weltmeister von 1979 –, gefolgt vom Sierra und verschiedenen Focus RS WRC-Modellen. Dieses Erbe möchte die Marke nun in ihre zukünftigen Fahrzeuge einfließen lassen, von denen bis 2029 fünf für Privatkunden auf den Markt kommen sollen. Das Ziel ist klar: Fahrspaß, Präzision und Vielseitigkeit zu vereinen, sei es auf Bergpässen, in gepflasterten Stadtzentren oder auf kurvigen Landstraßen.

    Ein kleiner Bronco, der ab 2028 in Spanien produziert werden soll

    Eine der meistdiskutierten Ankündigungen ist die Einführung eines neuen Kompakt-SUV aus der Bronco-Familie. Dieses Modell, das auf einer „Multi-Energy“-Plattform basiert, wird ab 2028 im Ford-Werk in Valencia, Spanien, produziert. Dieser zukünftige SUV ist kompakter und erschwinglicher als die aktuellen amerikanischen Bronco-Modelle und zielt auf den schnell wachsenden Markt für urbane Crossover-Modelle mit abenteuerlichem Look ab.

    Drei elektrifizierte Modelle mit starker Persönlichkeit

    Mittelfristig verspricht Ford neben anderen neuen Modellen ein vollelektrisches Stadtauto mit unverwechselbarem Design. Die Marke hat kürzlich eine strategische Partnerschaft mit der Renault-Gruppe geschlossen, um das französische Werk in Douai in der Region Nord gemeinsam zu nutzen, in dem bereits der R5 produziert wird. Ebenfalls in der Entwicklung befinden sich ein kleiner, äußerst dynamischer Elektro-SUV, der von der Welt des Rallyesports inspiriert ist, sowie zwei Crossover-Modelle mit verschiedenen Antriebsvarianten, die die Modellpalette bis Ende 2029 vervollständigen werden.

    Auf einem europäischen Markt, der mittlerweile extrem umkämpft ist, muss sich Ford von der Masse abheben und setzt dabei auf die sportliche und emotionale Anziehungskraft, die diese zukünftigen Modelle bieten können. „Wir bauen keine Fahrzeuge, um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen; wir bauen sie für die Nutzer, betont John Baumbick, Präsident von Ford Europe, und verweist dabei auf einige Fehltritte beim Übergang Europas zu vollelektrischen Fahrzeugen. Ford ist daher der Ansicht, dass die Realität der Ladeinfrastruktur, das Tempo der Akzeptanz durch die Verbraucher sowie die Einschränkungen, denen Fachleute und kleine Unternehmen ausgesetzt sind, stärker berücksichtigt werden müssen.

    Industriepartnerschaften im Mittelpunkt der Strategie

    Insbesondere befürwortet der Hersteller einen Ansatz, der stärker auf Plug-in-Hybride (PHEVs) und Elektrofahrzeuge mit verlängerter Reichweite (EREVs) setzt, die als glaubwürdige Übergangslösungen gelten.

    Diese Strategie wird parallel zu „Ready-Set-Ford“ eingeführt, einer neuen globalen Markenplattform, die auf Fords Know-how in den Bereichen Produktivität, Leistung und Offroad-Abenteuer aufbaut. In Europa wird Ford auf wichtige Partnerschaften setzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Diese Kooperationen werden dazu beitragen, Entwicklungszyklen zu verkürzen, Kosten zu teilen und die Lieferketten in ganz Europa zu sichern. Der US-Konzern wird daher sein industrielles Ökosystem in der Türkei, im Vereinigten Königreich und in Marokko stärken.

    Eine neue europäische Identität für Ford

    Mit dieser neuen Strategie will Ford eine schwierige Phase auf dem europäischen Markt hinter sich lassen. Nach mehreren Jahren, die von Umstrukturierungen und der Einstellung von Kultmodellen wie dem Fiesta und dem Mondeo geprägt waren, strebt der Hersteller nun den Wiederaufbau einer stimmigen und emotional ansprechenden Modellpalette an. Die Kombination aus Rallye-Tradition, Elektrifizierung und europäischer Produktion könnte es Ford ermöglichen, sich angesichts eines zunehmend aggressiven Wettbewerbs, insbesondere aus Asien, wieder eine starke Identität zu sichern.

  • Volkswagen bringt den ID Polo GTI auf den Markt und steigt in den Wettbewerb der kleinen Elektro-Sportwagen ein

    Volkswagen bringt den ID Polo GTI auf den Markt und steigt in den Wettbewerb der kleinen Elektro-Sportwagen ein

    Am Rande des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring stellte Volkswagen die sportliche Variante des ID Polo unter dem berühmten GTi-Emblem vor. Mit einer Leistung von 226 PS und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als 7 Sekunden. Fünfzig Jahre nach der Markteinführung des ersten Modells mit diesen mittlerweile legendären drei Buchstaben kehrt das Label als reines Elektroauto zurück. Volkswagen schließt sich damit Peugeot, Alpine, Opel und Lancia im Segment der kleinen Elektro-Sportwagen an – mit großen Ambitionen.

    ID Polo GTi – Erbe einer 50-jährigen Geschichte 

    Kaum auf den Markt gekommen, legt der Kleinwagen ID Polo bereits an Profil zu und erhält das berühmte GTi-Emblem, das 1976 mit dem Golf ins Leben gerufen wurde. Diese drei Buchstaben haben bei Liebhabern kleiner, wendiger, dynamischer und erschwinglicher Sportwagen schon immer einen besonderen Klang gehabt. Wird dies auch bei dieser elektrischen Version des ID Polo der Fall sein? Auf dem Papier sind die technischen Daten beneidenswert: ein Motor mit 166 kW bzw. 226 PS, der die Vorderräder antreibt, eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,8 Sekunden, ein Drehmoment von 290 Nm, das dank eines serienmäßigen elektronischen Sperrdifferenzials gleichmäßig verteilt wird, sowie ein adaptives Sportfahrwerk DCC. Volkswagen verspricht ein Fahrgefühl, das dem eines klassischen GTI entspricht, obwohl das Gewicht (1540 kg) durch die 52-kWh-NMC-Batterie (Nickel-Mangan-Kobalt) erhöht wird (ca. 424 km Reichweite nach WLTP).

    GTi-Taste am Lenkrad 

    Im Gegensatz zu herkömmlichen GTi-Modellen, die sich eher progressiv verhalten, lässt sich beim Elektrofahrzeug das gesamte dynamische Potenzial des Wagens mit einem einfachen Druck auf einen neuen „GTi“-Knopf am Lenkrad freisetzen. Die Fahrparameter, die Lenkung und die Fahrwerkseinstellungen werden daraufhin sofort auf maximale Sportlichkeit umgestellt. Im Sportmodus erstrahlt das Armaturenbrett in leuchtenden Farben, und die Anzeigen ändern ihr grafisches Erscheinungsbild. Darüber hinaus setzen die Designer der Marke mit roten Zierleisten, dem schottischen Tartanmuster auf den Sitzen oder den zahlreichen roten Ziernähten am Armaturenbrett, an den Türverkleidungen oder am Sportlenkrad zahlreiche Retro-Anspielungen auf die GTi-Tradition. Die Rückkehr eines künstlichen Motorengeräuschs im Innenraum über die Lautsprecher ist hingegen nicht angekündigt.

    Ziemlich zurückhaltendes Design

    Optisch bleibt das Design dem ID Polo treu: klar und ausgewogen. Die Stoßfänger, die Seitenschweller und der Heckdiffusor wurden neu gestaltet, um dem Fahrzeug mehr Dynamik zu verleihen. An verschiedenen Stellen der Karosserie in Tornado-Rot, der historischen Farbe des GTi, sind GTi-Embleme angebracht. Die Überhänge sind kurz, die 19-Zoll-Leichtmetallfelgen speziell für dieses Modell entworfen und die Scheinwerfer sind mit Matrix-LED-Technologie der „IQ Light“-Reihe ausgestattet.

    Der ID Polo GTi basiert auf der MEB+-Plattform, auf der bereits der Cupra Raval produziert wird. Er wird ab dem kommenden Herbst ab 39.000 Euro erhältlich sein. 

    Sportliche Elektro-Stadtwagen – die Auswahl ist groß

    Der ID Polo GTi betritt einen boomenden Markt: den der kleinen Sportwagen mit Elektromotor. Fast alle Hersteller haben ein solches Modell im Angebot. Der Vorteil: Es handelt sich um „Image“-Fahrzeuge, die der Öffentlichkeit beweisen sollen, dass Elektroautos Spaß machen und leistungsstark sein können, und die den Herstellern zudem komfortable Gewinnspannen bieten. Zu den Stars dieses Segments zählen: 

    • Alpine A290: 220 PS, 300 Nm Drehmoment, von 0 auf 100 in 6,4 Sekunden. Preis: ab 41.700 €.
    • Peugeot e-208 GTi: 280 PS, 350 Nm Drehmoment; basiert auf dem aktuellen e-208 (der 2026 abgelöst wird). Preis: ab 42.000 €.
    • Opel Corsa GSE: 281 PS, ein maximales Drehmoment von 285 Nm und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,5 Sekunden. Vorstellung auf dem Pariser Autosalon.
    • Lancia Ypsilon HF: 280 PS, Höchstgeschwindigkeit 180 km/h und von 0 auf 100 in 5,6 Sekunden. Preis: 42.400 €
    • Cupra Raval VZ Extreme: 226 PS, 1.610 kg, 52-kWh-Batterie. Preis: ab 45.500 €.
    • Ford Fiesta ST EV: Das kommende Modell soll dank der zwischen Renault und Ford unterzeichneten Industriepartnerschaft auf der Plattform des Alpine A290 basieren.

    Nischenmarkt

    Angesichts des allmählichen Verschwindens von GTi-Modellen und kleinen Sportwagen mit Verbrennungsmotor gab es eine Lücke, die in den Herzen der Enthusiasten und „Freizeit“-Kunden zu füllen war. Diese kleinen Flitzer, die im Alltag einsetzbar sind, keine Strafabgaben nach sich ziehen, deutlich leistungsstärker als ihre Vorgänger sind und über eine hohe Beschleunigungskraft (Drehmoment) verfügen, können durchaus überzeugen. Aber sie sind auch viel schwerer, sehr teuer und haben eine noch begrenzte Reichweite (zwischen 300 und 400 km im realen Betrieb, also deutlich weniger auf der Rennstrecke oder bei intensiver Nutzung). Zudem berauben das Fehlen von Motorvibrationen und Sound diese Sportwagen ihres fröhlichen und temperamentvollen Charakters, der einst ihren Erfolg ausmachte. 

    Auch wenn dieser Nischenmarkt für kleine, spritzige Elektroautos noch sehr klein ist, wächst das Angebot rasant, angetrieben durch die Strategie gemeinsamer Plattformen in den Automobilkonzernen (Stellantis, Renault, Volkswagen…). Es bleibt abzuwarten, ob die Nostalgie für diese berühmten Logos aus den 80er- und 90er-Jahren ausreichen wird, um die Begeisterung für „aufregende“ Elektroautos zu wecken.

  • Renault will den Regulierungsdruck eindämmen, um die kleinen europäischen Elektroautohersteller zu retten

    Renault will den Regulierungsdruck eindämmen, um die kleinen europäischen Elektroautohersteller zu retten

    Angesichts der zunehmend aggressiven chinesischen Konkurrenz bei erschwinglichen Elektrofahrzeugen verschärft Renault den Ton. Auf einer von der Financial Times in London organisierten Konferenz forderte François Provost, Generaldirektor des französischen Konzerns, die Europäische Union auf, die neuen Vorschriften für Kleinwagen für zehn Jahre auszusetzen. Seiner Meinung nach würde diese Stabilität es den europäischen Herstellern ermöglichen, ihre Ressourcen auf eine mittlerweile zentrale Herausforderung zu konzentrieren: die Senkung der Preise für kompakte Elektroautos, um deren Verbreitung zu beschleunigen.

    Renault beantragt eine Auszeit

    Auf der Konferenz „Future of the Car“ ergriff François Provost, Chef der Renault-Gruppe, das Wort. Er vertrat die Ansicht, dass die europäischen Automobilhersteller mittlerweile mit einer Vielzahl von Auflagen konfrontiert seien, die die Innovation bremsen und die Entwicklungskosten in die Höhe treiben.

    Er hat sich daher zu diesem Thema geäußert, in der Hoffnung, die europäischen Entscheidungsträger zum Handeln zu bewegen. „Mein Vorschlag an die EU lautet, dass wir die derzeitige Regelung, die für den R5 und den Clio gilt, unverändert beibehalten und für zehn Jahre einfrieren.“

    Seiner Meinung nach würde diese Stabilität es den Ingenieuren ermöglichen, sich stärker auf Kostensenkungen und die Elektrifizierung zu konzentrieren. „Alle unsere Ingenieure, die derzeit mit einer Flut von europäischen Vorschriften konfrontiert sind, werden Zeit und Ressourcen darauf verwenden können, die Preise zu senken“, fügte er hinzu.

    Die Botschaft an Brüssel ist klar: Für Renault geht es nicht mehr darum, neue Auflagen zu schaffen, sondern die kleinen europäischen Elektroautos wettbewerbsfähiger zu machen.

    Quelle: Renault

    Elektro-Kleinwagen rücken in den Mittelpunkt des Wettbewerbs

    Um jedoch genau zu verstehen, wovon wir sprechen, muss man zunächst erläutern, worum es bei diesen Vorschriften geht. Seit mehreren Jahren müssen europäische Hersteller bei fast jeder Fahrzeuggeneration neue Vorschriften umsetzen: die allgemeine Einführung obligatorischer Fahrerassistenzsysteme, verschärfte Cybersicherheitsstandards, neue Softwareanforderungen, Fahrerüberwachungssysteme, strengere Auflagen für Batterien, Emissionsreduzierung sowie Verpflichtungen in Bezug auf Reparaturfähigkeit und Fernaktualisierungen. Entwicklungen, die mehr Entwicklungsaufwand, Technik und Ausstattung erfordern, auch bei Kleinwagen, bei denen jeder Euro im Endpreis zählt.

    Der Grund, warum Herr Provost diesen Stopp in diesem Segment fordert, ist, dass sich kleine Elektroautos als strategisches Segment des europäischen Marktes etablieren. Für Renault kann sich der Übergang zur Elektromobilität nur dann wirklich durchsetzen, wenn erschwingliche Stadtmodelle zur Verfügung stehen.

    Und in diesem Bereich legen die chinesischen Hersteller kräftig zu. Der kommerzielle Erfolg des Renault 5 E-Tech ermöglicht es dem französischen Konzern derzeit, eine gute Dynamik aufrechtzuerhalten, mit einem Umsatzplus von 7,3 % im ersten Quartal 2026. Gleichzeitig verstärken Konzerne wie BYD oder Geely jedoch ihre Offensive bei kompakten Elektrofahrzeugen. Geely bereitet insbesondere die Markteinführung eines Modells in Frankreich vor, das direkt mit dem elektrischen R5 konkurriert.

    Quelle: Renault

    Brüssel denkt bereits über eine neue Fahrzeugklasse nach

    Der von Renault unterstützte Vorschlag schließt sich den bereits von der Europäischen Kommission angestellten Überlegungen an. Im vergangenen Dezember hatte Brüssel die Einführung einer neuen Kategorie von Elektro-Kleinwagen mit der Bezeichnung „M1e“ ins Gespräch gebracht.

    Ziel wäre es, die Entwicklung einfacherer und kostengünstigerer Modelle zu fördern, insbesondere durch einen zehnjährigen Stopp bei der Einführung neuer regulatorischer Auflagen. François Provost unterstützt diesen Ansatz, betont jedoch, dass er „nicht empfiehlt, das Regulierungsniveau zu senken, sondern es einzufrieren“.

    Für Renault ist dieser Unterschied wichtig: Es geht nicht darum, Sicherheits- oder Umweltstandards zurückzunehmen, sondern eine ständige Zunahme der Vorschriften zu vermeiden, die insbesondere Kleinwagen stark belastet.

    Quelle: Shutterstock

    Eine europäische Industrie unter Druck

    Dieser Antrag verdeutlicht die Spannungen, die derzeit in der europäischen Automobilbranche herrschen. Die Hersteller müssen ihren Umstieg auf Elektrofahrzeuge finanzieren, in Batterien und Software investieren, ihre Gewinnmargen sichern usw., während sie sich gleichzeitig gegen chinesische Konkurrenten behaupten müssen, die oft günstigere Modelle anbieten können.

    Allerdings sind Kleinwagen auch am schwierigsten rentabel zu machen. Die Kosten für Vorschriften und Technologie machen hier einen wesentlich größeren Anteil aus als bei Premiumfahrzeugen. Für Renault geht es daher um mehr als nur industrielle Aspekte: Es gilt zu verhindern, dass Europa in einem der strategisch wichtigsten Segmente der Elektromobilität den Anschluss verliert.

    Quelle: Renault

    Der Strommarkt wächst weiter rasant

    Diese Stellungnahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der europäische Markt weiter an Fahrt gewinnt. Nach Angaben der Plateforme automobile (PFA) sind die Zulassungen von neuen Elektrofahrzeugen in Frankreich in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 um 48 % gestiegen.

    Dieser Anstieg ist sowohl auf europäische Modelle wie den Renault 5, den Star der französischen Marke, als auch auf den massiven Markteintritt chinesischer Hersteller zurückzuführen. Der jüngste Anstieg der Kraftstoffpreise trägt ebenfalls dazu bei, den Umstieg auf Elektrofahrzeuge sowohl bei Privatpersonen als auch bei Unternehmen zu beschleunigen.

    Hinter dem Appell von François Provost stellt sich nun ganz klar die Frage: Kann Europa noch wettbewerbsfähige kleine Elektroautos produzieren, die mit denen aus China mithalten können? Für Renault liegt die Antwort vor allem in einer Vereinfachung der rechtlichen Rahmenbedingungen, um den europäischen Herstellern wieder mehr Handlungsspielraum zu verschaffen.

  • Lotus kehrt zu seinen sportlichen Wurzeln zurück und kündigt einen Hybrid-Supersportwagen mit über 1000 PS an

    Lotus kehrt zu seinen sportlichen Wurzeln zurück und kündigt einen Hybrid-Supersportwagen mit über 1000 PS an

    Um seine Position in einer sich rasch wandelnden Automobilwelt zu festigen, richtet Lotus, die britische Marke, die nun zum chinesischen Hersteller Geely gehört, seine Strategie neu aus. Der bisher stark auf Elektromobilität ausgerichtete Plan „Focus 2030“ markiert die Rückkehr zum Verbrennungsmotor in Form von Hybridantrieben. In zwei Jahren soll ein prestigeträchtiger Supersportwagen mit elektrifiziertem V8-Motor auf den Markt kommen.

    Bildnachweis: Lotus

    Leistungsorientierte Autos

    Lotus passt seine Pläne an, um den globalen Herausforderungen zu begegnen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Zur Erinnerung: Die britische Marke wurde 1952 von dem „Rebellen“ Colin Chapman gegründet, dem Vater der Philosophie „light is right“ – mit anderen Worten: „Je leichter das Auto, desto besser seine Leistung“. Getreu diesem Dogma hat sich Lotus in der Formel 1 einen Namen gemacht und stets sportliche, wendige und sensationelle Autos für seine Kunden entwickelt (Esprit, Elan, Elise…).

    Im Jahr 2017 übernahm der chinesische Gigant Geely den „kleinen“ englischen Hersteller, dessen zu geringe Verkaufszahlen dessen Fortbestand gefährdeten. Heute umfasst das Angebot drei elektrifizierte Modelle: Emeya (GT), Eletre (SUV) und Evija (Hypercar), doch ihre Verkaufszahlen bleiben eher bescheiden und reichen nicht aus, um in einer globalisierten und sich rasch wandelnden Automobilwelt bestehen zu können.

    Bildnachweis: Lotus

    Strategie mit mehreren Antriebsvarianten

    Der Plan „Focus 2030“ soll daher die Marke stärken und eine Strategie mit mehreren Antriebsvarianten wiederbeleben, um den Erwartungen der Kunden gerecht zu werden und sich an die unterschiedlichen Vorschriften in den verschiedenen Regionen der Welt anzupassen. In Zusammenarbeit mit seinem Hauptaktionär, der Geely Holding Group, strukturiert Lotus seine technologische Entwicklung und seine Produktionsanlagen neu. Lotus UK und Lotus Technology sollen in Kürze zu einer einzigen Einheit fusionieren.

    Bildnachweis: Lotus

    Design in Großbritannien, Forschung und Entwicklung in China

    Langfristig wird Lotus weiterhin einen „Flaggschiff“-Supersportwagen mit Verbrennungsmotor (4-Zylinder oder V6, Emira) anbieten, vor allem aber PHEV-Modelle (Plug-in-Hybride) und BEV-Modelle (batteriebetriebene Elektroautos), wobei ein Absatzmix von 60 % PHEV und 40 % BEV angestrebt wird.

    Konkret bleiben Design und Konstruktion weiterhin in Großbritannien angesiedelt, der Wiege der Marke und dem Zentrum ihres Know-hows im Motorsport, während der Bereich Forschung und Entwicklung nach China verlagert wird, um Innovationen voranzutreiben und eine schnellere Markteinführung zu ermöglichen.

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    X-Hybrid, bis zu 1.200 km Reichweite

    Ein erstes Beispiel für diese neue Strategie wird die Einführung der X-Hybrid-Technologie im SUV Eletre unter dem Namen Eletre X Ende 2026 in Europa sein. Dieser „Super-Hybrid“ basiert auf einer 900-V-Architektur, ist mit einem 952 PS starken Elektromotor (935 Nm Drehmoment) ausgestattet und verspricht eine Reichweite von 350 km im rein elektrischen Betrieb sowie insgesamt 1.200 km (ohne Betankung oder Aufladen). Die Batterie mit einer Kapazität von 70 kWh lässt sich an einer Schnellladestation in 9 Minuten von 20 auf 80 % aufladen. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 3,3 Sekunden. Diese Technologie wurde gerade im Eletre „For Me“ eingeführt, der in China auf den Markt gebracht wurde, und innerhalb eines Monats gingen bereits über 1.000 Vorbestellungen ein.

    Bildnachweis: Lotus

    Superauto mit V8-Hybridmotor im Jahr 2028

    Zudem geht diese Strategie der Mehrfachmotorisierung mit einer Rückkehr zu den historischen Leistungswurzeln von Lotus einher. Die nächste Weiterentwicklung seiner Hybridtechnologie wird in einem Supersportwagen mit dem Codenamen „Type 135“ zum Einsatz kommen. Dieser völlig neue Supersportwagen wird von einem V8-Hybridmotor mit mehr als 1000 PS angetrieben, der voraussichtlich von Horse, einem Joint Venture zwischen Geely und Renault, entwickelt wird. Er wird in Europa produziert und soll 2028 auf den Markt kommen. Bei einer solchen Leistung gehören der Ferrari 849 Testarossa oder der Aston Martin Valhalla, ebenfalls Hybrid-Supersportwagen, zu den Konkurrenten dieses zukünftigen Lotus. Auch wenn sich Fans der Marke an den legendären Esprit mit V8-Motor erinnern, deutet nichts darauf hin, dass das zukünftige Modell dessen Nachfolger sein wird. Das 2024 vorgestellte Konzept „Theory 1“ könnte hingegen als gestalterische Grundlage für dieses neue Hybrid-GT-Coupé dienen.

    Bildnachweis: Lotus

    Ziel: 30.000 verkaufte Einheiten pro Jahr

    Über diesen klar definierten Produktplan hinaus legt „Focus 2030“ auch geschäftliche Ziele für eine nachhaltige Rentabilität von Lotus fest: Erzielung soliderer Margen, mehr Individualisierungsmöglichkeiten für die Käufer und eine Steigerung des Absatzes auf bis zu 30.000 Fahrzeuge pro Jahr, sobald die Modellpalette vollständig ist. Fahrspaß, Spitzentechnologie und mutiges Design – der Weg ist vorgezeichnet, nun gilt es, diese Ambitionen in die Tat umzusetzen, damit Lotus wieder an die Spitze zurückkehrt.

    Bildnachweis: Lotus
  • Porsche stellt mit dem Taycan Turbo GT den Rundenrekord auf dem Nürburgring auf

    Porsche stellt mit dem Taycan Turbo GT den Rundenrekord auf dem Nürburgring auf

    Mit einer Zeit von 6:55,533 Minuten bricht Porsche mit dem speziell für diesen Anlass vorbereiteten Taycan Turbo GT (Weissach-Paket und Manthey-Kit) den Rundenrekord auf der Nürburgring-Nordschleife in Deutschland. Auf dieser langen und anspruchsvollen Referenzstrecke entfacht der Stuttgarter Hersteller damit erneut den Kampf um die „symbolische“ Vorherrschaft unter den elektrischen Supersportwagen der Oberklasse, an dem chinesische Marken seit einigen Jahren aktiv teilnehmen.

    9 Sekunden schneller

    Porsche kann stolz auf seinen Erfolg blicken. Der Taycan Turbo GT, ausgestattet mit dem Weissach-Paket und dem Aerodynamik-Kit des Tuners Manthey, erzielt auf der Nürburgring-Nordschleife mit 6:55,533 Minuten die Rekordzeit in der Kategorie der Premium-Elektrofahrzeuge. Der deutsche Sportwagen unterbietet den bisherigen Rekord eines Modells mit ähnlicher Leistung um 9 Sekunden: den Xiaomi SU7 Ultra (7:04,957, aufgestellt im April 2025). Diese Leistung ist keineswegs nebensächlich, da der Wettbewerb zwischen westlichen und chinesischen Herstellern im Bereich der elektrischen Sportwagen immer härter geworden ist.

    Die Nordrunde, Referenzstrecke

    Der Titel des schnellsten Serien-Elektroautos auf der anspruchsvollen deutschen Rennstrecke steht für Kompetenz und Spitzenleistung und ermöglicht es den Marken, die außergewöhnlichen Fahrleistungen ihrer Modelle zu kommunizieren. Es geht um die Glaubwürdigkeit dieser Spitzentechnologie. Die Nordschleife, auch „Grüne Hölle“ genannt, ist eine 20,832 km lange Rennstrecke am Rande des Schwarzwaldes. Mit mehr als 70 Kurven, einem teilweise unebenen Belag und einem hügeligen Gelände hat sich diese Strecke zum Mekka für Sportwagen und Supersportwagen aus aller Welt entwickelt. Dort einen Rundenrekord aufzustellen, ist daher ein Meilenstein.

    Eine aerodynamisch optimierte Konstruktion

    Drei Jahre nach einem früheren Rekord hat Porsche diese Leistung nun wiederholt, indem es seinen Taycan Turbo GT speziell für diesen Zweck vorbereitet hat. Das mit dem vom Porsche-Rennsportbereich entwickelten Weissach-Paket ausgestattete Fahrzeug verfügt über mehrere Optimierungen. In Kombination mit dem Kit des Tuners Manthey Racing sorgt das Gesamtpaket für mehr Leistung, ein verbessertes Fahrwerk, einen effizienteren Antrieb und eine optimierte Aerodynamik. Der Anpressdruck ist im Vergleich zum Serienmodell um mehr als das Dreifache erhöht. Die Motorleistung (600 kW) kann im „Attack“-Modus um weitere 130 kW gesteigert werden, was insgesamt fast 1.000 PS entspricht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 310 km/h und das Drehmoment beim Start (Launch Control) beträgt 1270 Nm. „Auf der Nordschleife spürt man, wie viel mehr Stabilität und Sicherheit das Auto in den schnellen Abschnitten und beim Bremsen bietet“, erklärt Lars Kern, der Fahrer des Taycan Turbo GT. 

    Mit diesem „Ehren“-Titel auf dieser legendären Rennstrecke wirbt Porsche natürlich bei seinen Kunden für diese Ausstattungsmerkmale, doch das Ziel eines solchen Rekords liegt vor allem in einer Art „Soft Power“ – gerade jetzt, wo chinesische Hersteller, die Experten für Elektroantriebe sind, regelmäßig ihre Fahrzeuge auf der Nordschleife testen, um ihre Legitimität zu untermauern.

    Der bisherige Rekord von YangWang wurde gebrochen

    Im August 2025 gelang es YangWang, der Supersport-Tochter des Giganten BYD, mit dem U9 Xtreme – einem Supersportwagen mit vier Motoren und über 3000 PS – als erstem Serien-Elektroauto die 7-Minuten-Marke zu unterbieten (6’59’’157). Dasselbe Auto, das den Geschwindigkeitsrekord des Bugatti Chiron (496 km/h) gebrochen hatte, fügte seiner Erfolgsbilanz einen weiteren Eintrag hinzu. Dieser neue Rekord auf dem Nürburgring, auf europäischem Boden, ermöglichte es BYD, der Welt zu zeigen, dass seine Technologie auf gerader Strecke ebenso zu Hause ist wie in Kurven und dass das Unternehmen nicht zögert, mit einem über 2,4 Tonnen schweren Fahrzeug die Grenzen zu verschieben. Ein echtes Symbol.

    Tesla hatte den Weg geebnet

    In diesem Frühjahr hat Porsche mit einer noch schnelleren Zeit – und das mit einem auf dem Papier weniger leistungsstarken Auto – einen großen Coup gelandet und den Kampf im Segment der Elektro-Sportwagen zwischen westlichen und asiatischen Marken neu entfacht. Im Juni 2023 hatte Tesla mit dem Model S Plaid und einer bereits bemerkenswerten Zeit von 7:25,231 den Weg geebnet. Seitdem hat ein Wettstreit zwischen Ingenieuren, Fahrern und Aerodynamikern begonnen, um die Rundenzeiten zu unterbieten – Versuch um Versuch. Bemerkenswert ist, dass das schnellste Auto aller Zeiten auf der Nordschleife nach wie vor ein Porsche mit Hybridantrieb ist: der Prototyp 919 Hybrid Evo (mit 5:19,546), ein absoluter Rekord, der 2018 aufgestellt wurde.

  • Tesla erhöht still und leise die Preise für seine Supercharger

    Tesla erhöht still und leise die Preise für seine Supercharger

    Die Tesla-Supercharger, die lange Zeit als die wettbewerbsfähigsten Schnellladestationen auf dem Markt galten, verzeichnen in Frankreich steigende Preise. An einigen Stationen liegt der Preis für Nicht-Abonnenten tagsüber mittlerweile bei über 0,70 € pro kWh. Ein zwar dezenter, aber dennoch deutlicher Anstieg, der angesichts einer immer aggressiveren Konkurrenz die Karten neu mischen könnte.

    Quelle: Tesla

    Preisanstieg nun an vielen Skigebieten zu beobachten

    Tesla wendet seit mehreren Jahren eine dynamische Preisgestaltung in seinem Netz an. Der Preis für das Aufladen variiert je nach Tageszeit, Auslastung der Ladestation, Standort und den Bedingungen auf dem Strommarkt.

    Bislang ermöglichte diese Strategie vor allem, sehr wettbewerbsfähige Tarife anzubieten, insbesondere gegenüber Anbietern wie Ionity oder TotalEnergies. Seit einigen Wochen ist jedoch an vielen französischen Ladestationen ein deutlicher Preisanstieg zu beobachten.

    Im Großraum Paris beispielsweise weisen einige Ladestationen tagsüber mittlerweile besonders hohe Preise auf. Unsere Kollegen von Génération-nt haben festgestellt, dass an der Ladestation Parly 2 im Departement Yvelines der Preis für Fahrer ohne Abonnement zwischen 10 und 19 Uhr auf bis zu 0,74 €/kWh steigen kann. Auch andere Tankstellen wie Livry-Gargan erreichen zu bestimmten Zeiten 0,70 €/kWh, gegenüber etwa 0,45 € zuvor. Ein Anstieg, der an manchen Standorten bis zu 55 % betragen kann.

    Quelle: Tesla 

    Konkret kann das Schnellladen bei Tesla nun genauso viel oder sogar mehr kosten als bei einigen Wettbewerbern, die traditionell als Premium-Anbieter gelten.

    Das Aufladen ist für Nicht-Tesla-Fahrer deutlich teurer geworden

    Allerdings sind nicht alle Nutzer gleichermaßen betroffen. Tesla-Besitzer profitieren automatisch von den günstigsten Tarifen des Netzwerks. Fahrer von Elektrofahrzeugen anderer Marken können diese Konditionen über das Supercharger-Abonnement nutzen, das monatlich 11,99 € kostet.

    Bei einer vollständigen Aufladung summiert sich der Preisunterschied schnell. Für eine 60-kWh-Batterie, die von 10 % auf 80 % aufgeladen wird, kann die Rechnung je nach Nutzerstatus und gewählter Uhrzeit zwischen etwa 17 € und fast 30 € variieren.

    Auf einer langen Strecke wird der Preisunterschied noch deutlicher. Eine Fahrt von Paris nach Lyon, für die zwei Schnellladungen erforderlich sind, kann für einen Fahrer, der als Nicht-Abonnent tagsüber an einem Tesla-Supercharger lädt, mittlerweile fast 40 € kosten.

    Quelle: Tesla-mag

    Tesla setzt nun auf „zweigleisiges“ Laden

    Teslas Strategie erscheint heute viel klarer: Das Aufladen zu Spitzenzeiten verteuern, während nachts weiterhin äußerst wettbewerbsfähige Tarife gelten.

    Denn trotz dieser allgemeinen Preiserhöhung bietet der US-Hersteller zu Nebenzeiten weiterhin besonders günstige Tarife an. Zwischen etwa 22 Uhr und 8 Uhr morgens sinkt der Tarif für normale Nutzer auf rund 0,30 €/kWh und kann für Tesla-Besitzer und Abonnenten sogar auf bis zu 0,20 €/kWh fallen. Bei diesen Preisen bleibt Tesla auf dem Markt für ultraschnelles Laden praktisch unschlagbar.

    Das Aufladen einer 60-kWh-Batterie von 10 auf 80 % kostet einen Abonnenten somit etwa 8 €. Nur wenige konkurrierende Netzbetreiber sind in der Lage, an Schnellladestationen ein solches Preisniveau zu erreichen.

    Diese Preispolitik zielt eindeutig darauf ab, die Auslastung der Ladestationen zu glätten und das Aufladen über Nacht zu fördern, da in dieser Zeit der Energiebedarf geringer ist.

    Das Supercharger-Abonnement wird fast unverzichtbar

    Mit dieser neuen Preisstruktur gewinnt das Monatsabonnement für 11,99 € eine weitaus größere strategische Bedeutung. Tesla schätzt, dass es sich ab einem Verbrauch von etwa 80 kWh pro Monat aus dem Netz rentiert, was etwa zwei bis drei Schnellladungen pro Monat entspricht. 

    Die Einsparungen können schnell beträchtlich werden. Der Preisunterschied zwischen Abonnenten- und Nicht-Abonnententarifen beträgt im Durchschnitt etwa 15 bis 30 Cent pro kWh.

    Ein mittlerweile deutlich schärferer Wettbewerb

    Dieser Preisanstieg vollzieht sich zudem vor dem Hintergrund, dass konkurrierende Netzwerke immer ausgereifter werden. So bieten Akteure wie Electra, Atlante, Ionity oder Fastned mittlerweile leistungsfähigere Infrastrukturen, moderne Ladestationen und vor allem oft günstigere Abonnements an.

    Electra bietet beispielsweise ein Abonnement für 9,99 € pro Monat an, mit dem man in seinem Netz zu 0,29 €/kWh aufladen kann. Atlante verfolgt eine ähnliche Strategie mit Vorzugstarifen in mehreren Partnernetzen.

    Quelle: Electra

    Fazit: Tesla hat nicht mehr automatisch den wirtschaftlichen Vorteil, den das Unternehmen noch vor einigen Jahren hatte. Für manche Elektroautofahrer ist es mittlerweile unerlässlich, vor dem Aufladen Preisvergleichs-Apps zu konsultieren.

    Warum erhöht Tesla seine Preise?

    Für diese Entwicklung gibt es mehrere Gründe.

    Zum einen hat die schrittweise Öffnung der Supercharger-Stationen für Fahrzeuge anderer Marken zu einem starken Anstieg der Nutzerzahlen im Netz geführt. Mehr Fahrzeuge bedeuten mehr Verbrauchsspitzen und damit höhere Beschaffungskosten für Tesla.

    Zudem investiert der Hersteller weiterhin massiv in den Ausbau seiner Ladeinfrastruktur in Europa. Diese Kosten müssen gedeckt werden.

    Schließlich ist diese Preiserhöhung auch Teil einer umfassenderen Geschäftsstrategie: Es soll das Interesse daran gesteigert werden, einen Tesla zu besitzen oder das hauseigene Abonnement abzuschließen.

    Eröffnungen, die bereits stattgefunden haben oder 2026 stattfinden sollen – Quelle: BlogTesla

    Tesla ist nach wie vor eine ernstzunehmende Konkurrenz, aber nicht mehr unschlagbar

    Trotz dieser Erhöhung verfügt Tesla weiterhin über mehrere wesentliche Vorteile: Zuverlässigkeit der Ladestationen, unkomplizierte Bezahlung, dichte Netzabdeckung und hohe Ladeleistung.

    Doch diese Vorherrschaft ist heute längst nicht mehr so offensichtlich. Tagsüber gehören die Supercharger für Fahrer ohne Abonnement mittlerweile zu den teuersten Lademöglichkeiten auf dem Markt. Nachts hingegen ist Tesla nach wie vor einer der wettbewerbsfähigsten Anbieter in Europa.

  • Lexus TZ: Der neue japanische Elektro-SUV, der das Reisen in ein rollendes Wohnzimmer verwandeln will

    Lexus TZ: Der neue japanische Elektro-SUV, der das Reisen in ein rollendes Wohnzimmer verwandeln will

    Lexus hat am Donnerstag, dem 7. Mai 2026, den Lexus TZ vorgestellt, den neuen, vollelektrischen Groß-SUV der japanischen Marke. Er läutet eine neue Vision von Luxus beim japanischen Hersteller ein: das Auto in eine echte „Driving Lounge“ zu verwandeln, einen Raum, der sowohl für das Reisen als auch für das Fahren konzipiert ist. Mit diesem 5,10 Meter langen Modell und seinen drei Sitzreihen will Lexus nicht einfach nur einen neuen elektrischen Familien-SUV auf den Markt bringen. Der Hersteller möchte vor allem zeigen, wie die Elektrifizierung das Fahrerlebnis neu definieren kann, indem sie Ruhe, Komfort, Raffinesse und immersive Technologien miteinander verbindet.

    Quelle: Lexus

    Ein neues Kapitel in der Elektrifizierung von Lexus

    Die Markteinführung des TZ ist Teil des tiefgreifenden Wandels, den Lexus seit mehreren Jahren vollzieht. Nach dem Lexus UX 300e, dem Lexus RZ und den verschiedenen Hybridmodellen der Baureihe treibt die Marke nun ihre Expansion im Segment der rein elektrischen Premiumfahrzeuge voran.

    Der TZ ist damit der größte Elektro-SUV, den Lexus je entwickelt hat, und verdeutlicht das Bestreben des Herstellers, auf dem Markt für große, elektrifizierte Premium-Familienfahrzeuge in eine höhere Klasse aufzusteigen. Der japanische Hersteller spricht nicht mehr nur von Elektromobilität, sondern von einer neuen Art des Reisens.

    Chefingenieur Takeshi Miyaura fasst diese Philosophie wie folgt zusammen:

    „Wir wollten ein neues Lexus-Erlebnis bieten (…) Neben dem traditionellen Erlebnis des ‚Sehens, Fahrens und Genießens‘ bieten wir nun auch das Vergnügen, Zeit im Fahrzeug zu verbringen.“

    Ein Ansatz, der sich deutlich von klassischen Elektro-SUVs unterscheidet, bei denen oft die Leistung oder die reine Technologie im Vordergrund stehen.

    Quelle: Lexus

    Ein SUV, der als echte „Driving Lounge“ konzipiert ist

    Das Herzstück des TZ-Projekts bildet dieses neue Konzept namens „Driving Lounge“. Die Idee ist einfach: den Innenraum in einen Premium-Entspannungsbereich zu verwandeln, der von der traditionellen japanischen Architektur und dem Lexus so wichtigen Omotenashi-Prinzip der Gastfreundschaft inspiriert ist.

    Konkret verfügt der TZ über eine Sechs-Sitzer-Konfiguration mit drei Sitzreihen und zwei Einzelsitzen vom Typ „Kapitänssessel“ in der zweiten Reihe.

    Quelle: Lexus

    Was die Abmessungen angeht, handelt es sich also um ein Fahrzeug mit einer Länge von 5,10 Metern, einer Breite von 1,99 Metern und einer Höhe von 1,70 Metern. Dank dieser Maße verfügt der SUV über einen Radstand von 3,05 Metern, wodurch der Innenraum besonders großzügig ausfällt. Aus der Pressemitteilung geht hervor, dass durch das Fehlen eines Getriebetunnels oder eines Tanks die Rücksitze tiefer gelegt werden konnten, um den Komfort für die Passagiere zu verbessern.

    Selbst die dritte Sitzreihe bietet reichlich Bein- und Kopffreiheit – ein Aspekt, der bei elektrischen Siebensitzer-SUVs selten überzeugt. Das große Panorama-Schiebedach, das als das größte bezeichnet wird, das je in einem Lexus verbaut wurde, trägt wesentlich zu diesem Raumgefühl bei.

    Quelle: Lexus

    Ein technisches und äußerst elegantes Interieur

    Lexus legt großen Wert auf die Gestaltung des Innenraums.

    Der TZ verfügt über eine neue Generation schlankerer und besser geformter Sitze; die Sitze in der ersten und zweiten Reihe sind beheizbar und belüftet, während die Sitze in der dritten Reihe je nach Ausstattungsvariante ebenfalls beheizbar sind.

    Quelle: Lexus

    Das Innendesign verfolgt einen minimalistischen Ansatz mit einem extrem schmalen Armaturenbrett, in das die neuen „Responsive Hidden Switch“-Bedienelemente integriert sind. Im Ruhezustand sind sie unsichtbar, tauchen jedoch auf, sobald sich eine Hand der Oberfläche nähert.

    Das digitale 12,3-Zoll-Kombiinstrument arbeitet mit einem zentralen 14-Zoll-Multimedia-Display zusammen, das auf der neuen Softwareplattform Arene basiert.

    Das System ermöglicht insbesondere eine vernetzte Cloud-Navigation;

    • erweitertes Management von Elektrofahrten;
    • intelligente Ladeplanung;
    • Fernaktualisierungen;
    • ein digitaler Schlüssel, der von sechs Benutzern gemeinsam genutzt werden kann;
    • erweiterte Streaming- und Konnektivitätsfunktionen.
    Quelle: Lexus

    Das Ganze lässt sich durch eine Mark-Levinson-Audioanlage mit 21 Lautsprechern und 3D-Raumklang ergänzen. Man befindet sich also in einem Innenraum, der darauf ausgelegt ist, Zeit darin zu verbringen und jede Fahrt – ob lang oder kurz – angenehm zu gestalten.

    Ein Außendesign zwischen Kraft und Aerodynamik

    Optisch besticht der TZ durch eine imposante und zugleich sehr fließende Silhouette. Lexus spricht hier von „provokanter Schlichtheit“, einer neuen Designausrichtung, die minimalistische Eleganz mit einer selbstbewussten Ausstrahlung verbindet.

    Trotz seiner beachtlichen Größe ermöglicht die Aerodynamik einen Luftwiderstandsbeiwert von nur 0,27 – ein besonders niedriger Wert für einen SUV dieser Größe.

    Die Frontpartie greift die neue Lexus-Designsprache mit einer modernisierten Interpretation des Kühlergrills und den charakteristischen „Doppel-L“-Lichtsignaturen auf. Im Profil unterstreichen die halb bündig eingelassenen Türgriffe, die großen, straffen Flächen und die aerodynamischen 20- oder 22-Zoll-Felgen den Premium-Charakter des Modells. Am Heck verleihen das abfallende Dach und die verbreiterten Kotflügel dem TZ eine sehr massive, fast imposante Präsenz.

    Quelle: Lexus

    Bis zu 408 PS und 530 Kilometer Reichweite

    Kommen wir nun zu den technischen Daten dieses Lexus TZ. Er wird mit zwei Elektromotoren und dem Allradantrieb DIRECT4 angeboten.

    Das erste Modell wird der Lexus TZ 450e sein, der 313 PS (230 kW) leistet. Das zweite Modell, der Lexus TZ 550e, wird hingegen mit einem 408 PS (300 kW) starken Motor ausgestattet sein und in nur 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen.

    Was den Akku betrifft, so verfügen beide Varianten über denselben Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 95,8 kWh. Die angegebene Reichweite liegt je nach Variante zwischen 480 und 530 Kilometern. 

    Was das Laden betrifft – einer der entscheidenden Faktoren bei einem Elektrofahrzeug –, unterstützt der SUV das Wechselstromladen mit bis zu 22 kW und vor allem das Gleichstrom-Schnellladen mit bis zu 150 kW. Damit lässt sich die Batterie in etwa 35 Minuten von 10 auf 80 % aufladen.

    Quelle: Lexus

    Ein Fahrerlebnis, bei dem Komfort an erster Stelle steht

    Auch wenn der TZ bis zu 408 PS leistet, legt Lexus mehr Wert auf Komfort und Fahrsicherheit als auf pure Sportlichkeit.

    Der SUV verfügt über ein verstärktes Fahrwerk, eine spezielle Federung, eine Hinterradlenkung, ein fortschrittliches elektronisches Bremssystem sowie eine in fünf Stufen einstellbare Energierückgewinnung.

    Das DIRECT4-System verteilt das Drehmoment automatisch auf die Achsen, um Stabilität und Traktion zu verbessern. Außerdem verfügt es über das System „Interactive Manual Drive“, das bereits im RZ zu sehen war und die Funktion eines virtuellen Achtgang-Schaltgetriebes simuliert.

    Quelle: Lexus

    Lexus will den großen Premium-Elektro-SUV neu erfinden

    Mit dem TZ versucht der japanische Hersteller, eine Alternative zu den hochtechnologischen oder sehr auffälligen Modellen anzubieten, die bereits auf dem Markt sind.

    Während manche Mitbewerber vor allem auf Leistung oder maximale Reichweite setzen, stellt Lexus die Zeit an Bord, die Ruhe, den Komfort und die Gelassenheit in den Mittelpunkt des Projekts. Eine sehr japanische Vorstellung von Luxus, die nun elektrisch wird. Der TZ wird Anfang 2027 in Frankreich auf den Markt kommen.