Während die Hersteller nach und nach ihre Angebote für das Sozialleasing vorstellen, dessen dritte Saison am 16. Juli beginnt, rückt Eco Motors News die förderfähigen Modelle ins Rampenlicht. Gleichzeitig werden in mehreren Vorschlägen Überlegungen angestellt, dieses Programm längerfristig fortzuführen. Oder wie man dank einer Neuordnung des Systems bis 2046 mehr als eine Million Elektroautos auf die Straße bringen kann, ohne dabei die öffentlichen Finanzen zu belasten. Die NGO Transport & Environment liefert einige Denkanstöße.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst
Die Bestellungen sind nun möglich. Die Hersteller setzen darauf, dass diese dritte Auflage des Sozialleasings ihre Verkaufszahlen ankurbeln und die Produktion von Elektroautos steigern wird. Zur Erinnerung: 50.000 Personen oder Haushalte können von diesem Programm für Langzeitmiete zu reduzierten Preisen profitieren, das durch Energieeinsparungszertifikate (CEE) finanziert wird, also von den Energieversorgern (und nicht aus dem Staatshaushalt). Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – vorausgesetzt, man erfüllt einige Kriterien: ein steuerliches Referenzeinkommen (Basis 2025) von weniger als 16.300 €, ein hoher Fahrleistungsbedarf (Wohnort mehr als 15 km vom Arbeitsplatz entfernt oder mehr als 8.000 km jährlich beruflich zurückgelegt) zu sein sowie einen Mietvertrag mit einer Laufzeit von mindestens 3 Jahren und einer jährlichen Kilometerleistung von 12.000 km abzuschließen.

Die Liste nimmt Gestalt an
Ohne den Start der Aktion am kommenden 16. Juli abzuwarten, haben die Hersteller bereits einen Großteil ihrer speziellen Angebote vorgestellt. Hier ist eine erste Liste; die wichtigsten Merkmale sind identisch: Langzeitmiete (LLD), ohne Anzahlung, 37 Monate Laufzeit und 45.000 km.
- Opel Frontera (Familien-SUV): 99 € pro Monat (bei einer Laufzeit von 3 Jahren und 45.000 km)
- Renault R4 (Stadt-SUV): ab 170 €/Monat (Ausstattungsvariante „Evolution“) oder 190 €/Monat (Ausstattungsvariante „Techno“)
- Hyundai Inster (Stadtwagen): ab 139 € pro Monat
- Citroën ë-C3 (Stadtwagen): ab 94 € pro Monat (Reichweite: 320 km)
- Renault Twingo: 130 € pro Monat (Einstiegsmodell, Reichweite 260 km) oder 139 € pro Monat (Reichweite 410 km)
- Fiat Panda (Kleinwagen): 95 €/Monat (320 km Reichweite)
- Hyundai Kona EV (Stadt-SUV): ab 189 € pro Monat
- Opel Corsa (Kleinwagen): 139 €/Monat
- Opel Mokka (Stadt-SUV): 189 €/Monat
- Lancia Ypsilon (Stadtwagen): ab 195 € pro Monat
- Alfa Romeo Junior (SUV): 199 €/Monat (400 km Reichweite)
- Peugeot e-208: 149 €/Monat (Einstiegsmodell: 360 km Reichweite)
- Peugeot e-2008: 179 € pro Monat
- Peugeot e-308: 199 € pro Monat
Da ihre Typgenehmigung zu spät erteilt wurde, können bestimmte Modelle nicht in diese Liste aufgenommen werden, wie beispielsweise der VW ID Polo oder der Cupra Raval. Eine weitere Neuerung ist, dass das zulässige Höchstgewicht für die Leasingkriterien nun bei 1.800 kg liegt (gegenüber zuvor 2.400 kg), wodurch zahlreiche Familienfahrzeuge ausgeschlossen werden. Es ist jedoch mit verschiedenen Rabatten und Anreizen seitens der Autohändler zu rechnen, die von der dadurch entstandenen Dynamik profitieren möchten.

Was wäre, wenn das Leasing 20 Jahre dauern würde?
Am Rande dieser Einführung wirft die Organisation „Transport & Environment“ einen neuen Blick auf die Sache: Was wäre, wenn dieses Leasingprogramm über die versprochenen 50.000 Fahrzeuge hinaus fortgesetzt würde? Die NGO betont, dass dieses Anreizinstrument die Verbreitung von Elektrofahrzeugen fördert, und stützt sich dabei auf eine prospektive Studie, die eine Ausweitung des Programms vorsieht. Ziel ist es, bis 2046 eine Million Elektroautos im Rahmen eines sozialen Leasingprogramms auf die Straße zu bringen, wobei jedoch die wirtschaftlichen und steuerungsbezogenen Rahmenbedingungen überarbeitet werden müssen.

Mehrere mögliche Szenarien
Denn das Leasing in seiner derzeitigen Form ist zu teuer und bringt den Verbrauchern nicht genügend Vorteile, obwohl es die industrielle Tätigkeit der Hersteller unterstützt und die Verbreitung dieser Fahrzeuge beschleunigt. Auf der Grundlage einer Studie, die gemeinsam mit Bernard Jullien, einem Dozenten, Forscher und Spezialisten für die Automobilindustrie, durchgeführt wurde, erarbeitet die Organisation „Transport & Environment“ verschiedene Szenarien:
- die derzeitige Regelung im Umfang von 50.000 Fahrzeugen pro Jahr fortzusetzen, die insbesondere durch Energieeinsparungszertifikate (CEE) finanziert werden. Diese Fortführung wäre kostspielig: 10 Mrd. € über einen Zeitraum von 20 Jahren.
- den Umfang ausweiten und jährlich 85.000 Fahrzeuge finanzieren (das entspricht 1,7 Mio. über 20 Jahre), wobei Leasinggesellschaften stärker einbezogen werden und die Nutzungsdauer der Fahrzeuge auf 11 Jahre verlängert wird (mehrere aufeinanderfolgende Leasingnehmer). Entweder leitet der Staat dieses Programm (Übertragung öffentlicher Dienstleistungen), oder es wird eine öffentlich-private Partnerschaft gegründet. Gesamtkosten über 20 Jahre: zwischen 9 und 13,6 Mrd. €.
- Gründung einer nationalen Agentur für soziales Leasing, die in der Lage ist, innerhalb von drei Jahren 1 Mio. Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. Diese öffentliche Autovermietungsagentur würde über einen Zeitraum von 20 Jahren ein Volumen von 12,3 Mrd. € ausmachen.
- Einrichtung lokaler genossenschaftlicher Verwaltungen auf regionaler Ebene unter Einbeziehung von Händlern, Kfz-Werkstätten und Akteuren der solidarischen Mobilität: Die Fahrzeuge gehören der Genossenschaft, die die Vermietung durch kommunale Mitarbeiter verwalten lässt. Geschätzte Kosten über 20 Jahre: 6,4 Mrd. €.

Finanzierung noch zu klären
Zur Finanzierung dieses Ausbaus schlagen die Autoren der Studie zinslose Darlehen, staatliche Bürgschaften, die vorzeitige Nutzung von Einnahmen aus dem europäischen CO₂-Emissionshandel sowie die Mobilisierung von Bürgerersparnissen vor. Zudem geht es darum, die Steuerungsmechanismen neu zu gestalten und die Akteure der Energiewende stärker einzubeziehen. Es bleibt abzuwarten, ob die Hersteller auf industrieller Ebene die erforderlichen Mengen sichern können.
Während der europäische Markt für Elektrofahrzeuge langsam in Schwung kommt, wird eine vorausschauende Betrachtung der Zukunft des sozialen Leasings in einem breiteren Kontext dazu beitragen, die Elektrifizierung des französischen Fahrzeugbestands schneller voranzutreiben.
































































